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„Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen“

Urlaub im Reisemobil ist Ludger Arendt von klein auf gewöhnt. Anfang der 50er Jahre, es war die Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, fuhr er mit seinen Eltern die ersten Male im VW Käfer über den Brenner nach Italien. Hinten dran hing der neue Wohnwagen, den sich die Eltern nach langer Zeit des Entbehrens endlich leisten konnten. Sie packten alle drei Kinder ein und genossen ihre neue Freiheit. Diese Urlaube haben Ludger Arendt geprägt. Die zahlreichen Dias, die er sich regelmäßig anschaut, erinnern ihn noch heute an die ersten Urlaube der Familie Arendt.

Eine Reise mit dem Reisemobil ist noch heute das, was er sich unter einem perfekten Urlaub vorstellt. Sehr zu seinem Leidwesen bevorzugte seine Frau jedoch über Jahre Urlaube im Hotel. Leisten konnten sie sich das: Da sowohl er als auch seine Frau berufstätig waren, war Geld kein Thema. Ludger Arendt aber vermisste die Freiheit, die ein Reisemobil bietet. Daran hatte er sich in seiner Kindheit gewöhnt.

Doch bis er seine Frau von den Vorzügen der mobilen Freizeit überzeugen konnte, strichen einige Jahre ins Land. „Meine Frau ist eine Frau von Welt. Alles, womit sie sich umgibt, hat Stil. Sie interessiert sich für Kunstgeschichte und für die Geschichte des Designs.“ Mit Reisefahrzeugen assoziierte sie lange Zeit spießigen „Gelsenkirchener Barock“. „Sie ließ überhaupt nicht mit sich reden und wollte sich auch nicht vom Gegenteil überzeugen lassen.“

Aber nach vierzig Jahren Ehe wurde der Wunsch, endlich mal wieder mit einem Caravan oder einem Reisemobil zu verreisen, unendlich stark. Ludger Arendt bat seine Frau darum, doch einmal zu einem Händler mitzukommen. Und siehe da, Hedwig tat ihm den Gefallen und war sehr überrascht: „Die zwölf verschiedenen Polsterwelten, mit denen Bürstner Reisefahrzeuge ausgestattet werden können, haben sie sofort überzeugt.“  Denn an „Gelsenkirchener Barock“ erinnert keines dieser Muster. Das fand auch Hedwig Arendt. „Sie war so entzückt von den textilen Wohnwelten, dass sie nicht wusste, welche sie am schönsten finden sollte.“

Für Ludger Arendt ist an diesem Tag ein Traum in Erfüllung gegangen. „Mir selbst war auch nicht klar, wie stilvoll die Inneneinrichtungen von Reisefahrzeugen sein können. Wir waren Stunden um Stunden bei dem Bürstner Händler, weil Hedwig alle Bürstner Wohnwelten immer wieder sehen wollte. Meine Überredungskünste musste ich gar nicht mehr einsetzen.“ Ludger Arendt suchte das Reisemobil aus, Hedwig die Polster. Sie entschied sich für die Wohnwelt Tokyo. „Das florale Muster ist so filigran und edel, gleichzeitig durch die Farbgebung aber so modern, dass es ihren Geschmack sofort traf."

Das neue Hobby hat die Ehe des jung gebliebenen Paares sehr belebt. „Wir sind auf unsere alten Tage richtige Abendteurer geworden“, freut sich Ludger Arendt. Im Reisemobil hat er mit seiner Ehefrau nun schon diverse Länder Europas bereist. Auch die Enkel waren schon mit an der Ostsee. Wie durch ein Wunder sind die Polster dennoch wie neu: Denn trotz des ansprechenden Designs sind die Stoffe sehr strapazierfähig. So wie es sich für Polster in Reisefahrzeugen gehört.

Nun mischen sich neue Dias unter die alten, wenn sich die Arendts die Abende zu Hause mit Dias schauen vertreiben. „Der Traum, den ich über Jahre gehabt habe, ist Wirklichkeit geworden“, erzählt Ludger Arendt, „meine Hedwig und ich on the road. Wenn wir nicht so brav wären, wäre es fast wie in Bonnie und Clyde.“

 

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