Umweltchampion Reisemobil
Im Reisemobil können umweltbewusste Urlauber ihre Reise guten Gewissens genießen.
(dtd). Mobilität ist ein selbstverständlicher Teil des modernen Lebens. Doch wer reist, der belastet auch das Klima - das ist die unbequeme Wahrheit, die heute stärker denn je in jedermanns Bewusstsein gerückt ist. Daher beauftragte der Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD) das Öko-Institut e. V. mit der Bearbeitung der Studie "Vergleichende Stoffstromanalyse Motorcaravanreise".
Ziel der Studie sollte sein, die Klimaauswirkungen von Motorcaravan-Reisen detailliert zu untersuchen. Die Studie verglich die Treibhausgasemissionen (berechnet als CO2-Äquivalente) einer reinen Übernachtung in einem Reisemobil (Unterkunft und Verpflegung) mit denen anderer Übernachtungsformen.
Das Ergebnis: Eine Übernachtung im Hotelzimmer schlägt mit zwölf Kilogramm Treibhausgasen zu Buche - mehr als doppelt so viel wie eine Nacht auf dem Campingplatz, die gut fünf Kilogramm Treibhausgase verursacht.
Umweltchampion in diesem Bereich ist das Reisemobil: Bei einer Stellplatzübernachtung eines mit zwei Personen besetzten Reisemobils entstehen je Person nur Emissionen von rund einem Kilogramm. Die Studie des Öko-Instituts errechnete auch, wie viele Treibhausgase je Personenkilometer (Pkm) die unterschiedlichen Verkehrmittel verursachen. Schlusslicht war die Flugreise innerhalb Europas mit 283 Gramm pro zurückgelegtem Pkm, ein Inlandsflug schnitt mit 201 Gramm nicht viel besser ab. Zum Vergleich: Ein Reisemobil mit einer Besetzung von vier Personen verursacht lediglich 74 Gramm, vergleichbar mit einer Bahnreise mit 80 Gramm Treibhausgasen pro Reisekilometer.

