Die Wohlfühl-Gesellschaft
Seit 50 Jahren werden im badischen Kehl Caravans gebaut. Aus der ehemaligen Schreinerei ist einer der größten Produzenten mobiler Freizeit geworden.
Sich grenzenlos wohlfühlen heißt der aktuelle Slogan der Bürstner GmbH. Als 1958 Gerhart Bürstner seinen ersten Caravan baute, hatte er dies vielleicht auch im Sinn, aber anfangs unter anderen Vorzeichen. Mit der Entwicklung eines kleinen Wohnwagens betritt der Sohn von Schreinermeister
Jakob Bürstner die Caravaning-Welt. Bis dato möbliert die 1924 gegründete Kehler Groß- und Bauschreinerei von Vater Jakob Bürstner mit Sitz im Ortsteil Neumühl Bahnhöfe und Wohnheime der Deutschen Bahn.
Weil in Zeiten des Wirtschaftswunders mobiles Wohnen ein Thema ist, schreinert Gerhart Bürstner 1958 in einem Nebenraum der Firma zwanzig Caravan-Bausätze für Transport-Anhänger. Einen behielt er für sich und die anderen sollen nach Renchen zur Firma Feuerstein geliefert werden. Andere Quellen sagen: Bürstner benötigt sie für die eigenen Monteure der Firma. So oder so, die ersten Modelle kommen unters Volk. Es folgt das Modell Record, mit dem Bürstner sogar die Campingmesse in der Gruga-Halle in Essen besucht. Der Wagen ist drei Meter lang und knapp zwei Meter breit. Gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Herbert Hellmuth entwickelt er und wagt sich an ein größeres Modell. Dieser misst stattliche 4,2 Meter mal 2,4 Meter. Seine Einzelanfertigungen in solider Handarbeit wecken Interesse – der Geschäftszweig mobile Freizeit ist geboren.
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Quelle: Camping, Cars & Caravan Heft 6/2008
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