Bürstner Newsletter Pushaktion

Liebe Camper,

nun sind wir im Beirat schon seit fünf Monaten tätig. Nach- dem anfangs in Presse und verschiedenen Foren schon einiges über den Sinn und Zweck des Kundenbeirates bei Bürstner diskutiert worden war, ist es nun an der Zeit für einen weiteren Einblick in unsere Arbeit. Unsere Aufgabe ist es, die Anliegen der vielen Camping-Freunde - und damit derer, die uns in den Beirat gewählt haben - zu vertreten. 

Wir verstehen uns dabei als kritische, aber eben auch konstruktive Gesprächspartner von Bürstner. Unser Ziel ist es, die vielfältigen Praxis-Erfahrungen aus dem Alltag in das Unternehmen einzubringen - in die Produktentwicklung ebenso wie in den Service und in die Kommunikation gegenüber dem Markt.


Beim ersten Treffen im November 2010 haben wir uns dafür entschieden, Schwerpunkte zu definieren und diese mit Priorität weiter zu verfolgen. Dies sind im Einzelnen:


1. Wintertauglichkeit:

Wir haben verschiedene Ansätze diskutiert. Es zeigte sich, dass es allein schon zu diesem Begriff bei Kunden und Hersteller recht unterschiedliche Vorstellungen gibt. Zudem ist es einfach so, dass ein Fahrzeug, in das man von vornherein eine - dann durch Zusatzausstattung realisierbare - Wintertauglichkeit hineinkonstruiert, schon von Anfang an teurer ist. Sei es durch optionale Pakete, oder durch zwangsweise zusätzliche Ein- bzw. Umbauten, die im Nachhinein nicht mehr realisierbar wären.

Also gilt es Lösungen zu finden, welche auch für die rund 50% der Camper fair und bezahlbar sind, die am Wintercamping gar nicht interessiert sind. Inzwischen haben wir dazu eine ganze Reihe von Aspekten auf dem Tisch, welche künftig neu oder in anderer Weise als bisher in die Konstruktion einfließen werden.




2. Qualität

Bürstner investiert viel in die Qualität der ausgelieferten Fahrzeuge. Es spricht für das Unternehmen, dass man in dieser Hinsicht mit sich aber keineswegs zufrieden ist. Ursachen und Ansatzpunkte haben wir ausführlich diskutiert. Deswegen freut es uns, dass selbst der kritischste Kopf bei Bürstner - nämlich Herr Bolz, der Geschäftsführer! - von "Fortschritten" spricht.

 


3. Schlafkomfort

Dieses Thema sollte beim Kauf eines Fahrzeugs für den Kunden ganz wichtig sein – viele (Erst-)käufer sind aber überfordert oder es wird dem Thema vom Verkäufer kaum Aufmerksamkeit geschenkt.

Auch „Wiederholungs“-Käufer lassen sich manches mal von der reinen Optik oder Technik blenden und erleben später, im wahrsten Sinne des Wortes, ein böses oder besser „unangenehmes“ Erwachen – weil man eben schlecht geschlafen hat. Dabei ist und sollte es ein wichtiger Faktor sein, ob die Bettenmaße passen, die Matratze den eigenen Gewohnheiten von zu Hause entsprechen etc. Hier sind wir dabei Ansätze und Ideen zu konkretisieren.




4. Allgemeines Zwischenfazit

Beim ersten Termin, und in vielen Gespräche zwischendurch, haben beide Seiten - Bürstner wie auch wir - schon viel voneinander gelernt:

Unsere Vorschläge stoßen auf sehr offene Ohren - auch des- wegen, weil man bei Bürstner weiß, dass wir nicht einfach beliebige Wünsche vortragen, sondern diese erst unterein- ander fachlich erörtern.

Mit näherer Befassung der Abläufe bei Bürstner ist uns be- wusst geworden, welch umfangreiche Organisation hinter den vielen Modellen und Varianten steht. Improvisation war frü- her; heute ist jedes kleinste Teil in Zeichnungen oder 3-D Computermodellen erfasst, in Stücklisten hinterlegt und in Arbeitsplänen beschrieben. Da lässt sich leider nicht einfach was auf die Schnelle ändern. Deswegen müssen wir uns auch in Geduld üben: Von der Idee zu Realisierung (bis also das Fahrzeug genau so bestellt werden kann) vergehen oft 18 Monate - und in diesen 18 Monaten stecken kaum irgend- welche Reserven (Dringliches oder Sicherheitsrelevantes wird natürlich sofort gemacht).

In unserer Arbeit als Kundenbeirat durften wir bereits über 70 Anregungen, Verbesserungsvorschläge und Kritikpunkte in den ersten Monaten bei Bürstner einbringen, die nach und nach in den Entwicklungszyklus einfließen werden. Da dies aber die oben genannten Zeitfenster benötigt, ist es umso wichtiger, dass wir weiterhin unsere Vorstellung schon ganz am Anfang der Modellentwicklung einfließen lassen dürfen. Das wird auf der kommenden Juni-Sitzung für die neuen Modelle der Fall sein.

Bei den Campern gibt es natürlich sehr verschiedenartige Vorstellungen. Was einigen sehr wichtig ist, interessiert andere überhaupt nicht. Je mehr aber das Unternehmen auf Anliegen kleinerer Gruppen eingeht, desto teurer werden die Fahrzeuge unter dem Strich. Deswegen investieren wir einige Mühe in die Frage, ob das Aufgreifen bestimmter Wünsche tatsächlich Sinn macht - oder wir uns damit nicht allesamt eher schaden.

5. Ausblick

Nachdem wir uns nunmehr organisiert und viele Erfahrungen gesammelt haben, wollen wir Ihnen – der Camper-Gemeinde - die Möglichkeit geben, sich direkt an uns als Ihren Kundenbeirat zu wenden. Wir erwarten hiervon noch mehr Anregungen, als wir sie schon über den Austausch untereinander und auf den Camping- und Stellplätzen oder über Foren gewinnen konnten. Klicken Sie auf diesen Link und schreiben Sie uns Ihre Anregungen. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge.

Ihr Kundenbeirat

 

Schließlich noch eine Bemerkung "in eigener Sache":

Glaubwürdigkeit ist für uns als Mitglieder des Beirats ganz entscheidend - gegenüber Ihnen als unseren Wählern wie gegenüber dem Unternehmen:

Wir achten sehr darauf, dass wir Bürstner nicht mit unseren persönlichen Wünschen konfrontieren - sondern nur mit Vorschlägen, welche für eine größere Anzahl von Campern relevant sind (aber längst nicht immer für alle).

Im Interesse der Glaubwürdigkeit haben wir uns auch auferlegt, keinerlei "Vorzugsbehandlung" in Anspruch zu nehmen: Wir wollen bedient werden wie jeder andere Bürstner-Kunde. Und wenn uns Bürstner Fahrzeuge zum Testen zur Verfügung stellt, ist dies alles andere als eine Art von Urlaubsersatz. Von uns werden ausführliche Berichte erwartet, und wir selbst tragen auch einen Teil der Kosten.